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Rechnung auf Französisch schreiben in der Schweiz: Begriffe, MWST und Vorlage

Für Kunden in der Romandie oder in Frankreich dürfen Schweizer Freelancer problemlos auf Französisch fakturieren. Wichtig sind die korrekten Begriffe, die TVA-Zeile und der QR-Zahlteil.

Für Kunden in der Romandie oder in Frankreich dürfen Schweizer Freelancer problemlos auf Französisch fakturieren. Wichtig sind die korrekten Begriffe, die TVA-Zeile und der QR-Zahlteil.
Redaktionell geprüft Schweiz-Fokus Stand 2. Juli 2026

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Die Einordnung folgt Schweizer Kriterien wie QR-Rechnung, MWST, Bedienbarkeit, Workflow-Reibung, Kostenklarheit und Übergaben an Buchhaltung oder Treuhand.

Veröffentlichung: 2. Juli 2026
Letzte redaktionelle Prüfung: 2. Juli 2026

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Die Word-Vorlage bleibt frei zugänglich. Wenn Sie danach prüfen wollen, wann ein Rechnungsprogramm im Alltag sinnvoller wird, führen die Anschlussseiten direkt in die passende Entscheidung.

Wer als Freelancer in der Deutschschweiz Kunden in der Romandie oder in Frankreich gewinnt, steht schnell vor der Frage: Muss die Rechnung auf Französisch sein — und wenn ja, wie heissen die Begriffe korrekt? Die rechtliche Antwort ist einfach: Die Sprache ist frei, die Pflichtangaben zählen. Die praktische Antwort: Für Westschweizer Kunden ist eine französische Rechnung Standard und ein Zeichen von Professionalität.

Die Vorlage oben können Sie direkt herunterladen und anpassen.

Rechtliche Ausgangslage: Sprache ist Nebensache

Das Schweizer Recht schreibt für Rechnungen keine Sprache vor. Französisch ist ohnehin Landessprache — eine Rechnung auf Französisch ist also selbst gegenüber der Steuerverwaltung völlig unproblematisch. Massgeblich ist, dass die Rechnung alle Angaben enthält, die sie als Beleg tauglich machen:

  • Name und Adresse von Leistungserbringer und Kunde
  • Rechnungsnummer und Rechnungsdatum
  • klare Leistungsbeschreibung mit Menge und Preis
  • Betrag und Währung
  • bei MWST-Pflicht: UID mit Zusatz TVA, Steuersatz und Steuerbetrag
  • Zahlungsbedingungen und Bankverbindung

Die vollständige Liste mit Erläuterungen finden Sie in Was muss eine Rechnung in der Schweiz enthalten?. Die UID-Nummer selbst bleibt unverändert, nur der Zusatz wechselt: aus „CHE-123.456.789 MWST” wird „CHE-123.456.789 TVA”.

Die wichtigsten Rechnungsbegriffe: Deutsch–Französisch

DeutschFranzösisch
RechnungFacture
RechnungsnummerNuméro de facture
RechnungsdatumDate de facture
Zahlbar bis / FälligkeitsdatumÉchéance / Payable jusqu’au
LeistungsbeschreibungDescription / Désignation
MengeQuantité
EinzelpreisPrix unitaire
ZwischentotalSous-total
MWSTTVA (taxe sur la valeur ajoutée)
GesamtbetragMontant total
ZahlungsbedingungenConditions de paiement
Zahlungsfrist 30 Tage nettoPayable à 30 jours net
BankverbindungCoordonnées bancaires
IBANIBAN (bleibt gleich)
UID / MWST-NummerNuméro TVA
StundensatzTarif horaire
SkontoEscompte
MahnungRappel

Ein Hinweis zur Höflichkeitsform: Französische Geschäftskorrespondenz ist tendenziell formeller als deutsche. Ein abschliessendes „Nous vous remercions de votre confiance” wirkt in der Romandie passender als eine wörtliche Übersetzung von „Besten Dank”.

MWST: Romandie ist Inland, Frankreich ist Ausland

Die Rechnungssprache hat keinen Einfluss auf die Steuer — der Sitz des Kunden schon.

Kunde in der Romandie: Innerhalb der Schweiz gilt unabhängig von der Sprachregion dieselbe MWST-Logik. Sind Sie MWST-pflichtig (ab CHF 100’000 weltweitem Jahresumsatz), weisen Sie die Steuer als TVA aus: Normalsatz 8.1%, reduzierter Satz 2.6%, Beherbergung 3.8% (Sätze seit 1.1.2024).

Kunde in Frankreich (oder anderswo im Ausland): Bei typischen Freelancer-Dienstleistungen — Beratung, Entwicklung, Design, Übersetzung — gilt häufig das Empfängerortsprinzip: Der Leistungsort liegt beim Kunden im Ausland, die Leistung unterliegt dann nicht der Schweizer MWST. Auf der Rechnung erscheint statt der TVA-Zeile ein Hinweis wie „TVA non applicable — lieu de la prestation à l’étranger”. Es gibt Ausnahmen und je nach Land eigene Registrierungsfragen — klären Sie Ihren konkreten Fall mit Ihrem Treuhänder.

Formulierungsbeispiel: komplette Rechnung auf Französisch

FACTURE

Anna Muster — Développement web
Musterstrasse 12, 8005 Zurich
N° TVA : CHE-123.456.789 TVA

Facturé à :
Exemple Sàrl
Rue du Marché 8
1204 Genève

Numéro de facture : 2026-042
Date de facture : 2 juillet 2026
Échéance : 1er août 2026

Désignation                          Quantité   Prix unitaire   Montant
Refonte du site web (forfait)        1          CHF 4'800.00    CHF 4'800.00
Travaux de développement suppl.      6 h        CHF 140.00      CHF 840.00

Sous-total                                                      CHF 5'640.00
TVA 8.1%                                                        CHF 456.84
Montant total                                                   CHF 6'096.84

Conditions de paiement : payable à 30 jours net.
Coordonnées bancaires :
IBAN : CH93 0076 2011 6238 5295 7
Banque : Musterbank AG, 8001 Zurich

Nous vous remercions de votre confiance.

Den grundsätzlichen Aufbau einer Schweizer Rechnung mit allen Varianten beschreibt Rechnung schreiben in der Schweiz.

QR-Rechnung: Zahlteil auf Französisch anhängen

Für Schweizer Kunden gehört der QR-Zahlteil zur Rechnung — unabhängig von der Sprache. Der Zahlteil ist standardisiert in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch verfügbar; für eine Rechnung in die Romandie wählen Sie die französische Version („Section paiement” / „Récépissé”). Beachten Sie, dass seit dem 22. November 2025 die strukturierte Adresse verbindlich ist. Wie Sie den Zahlteil korrekt erstellen, zeigt QR-Rechnung erstellen in der Schweiz.

Für Kunden in Frankreich ist der QR-Zahlteil nicht nutzbar — geben Sie stattdessen IBAN und BIC/SWIFT an.

Wann Software hilft

Einzelne französische Rechnungen erledigen Sie mit der Vorlage oben. Wer aber laufend Kunden in mehreren Sprachregionen bedient, profitiert von Rechnungsprogrammen mit Sprachumschaltung pro Kunde: Magic Heidi und bexio geben Begriffe, Zahlungsbedingungen und QR-Zahlteil konsistent in der gewählten Sprache aus. Details in unserem Magic Heidi Review und bexio Review; die Marktübersicht finden Sie im Vergleich.

Fazit

Eine Rechnung auf Französisch ist in der Schweiz nicht nur erlaubt, sondern für Kunden in der Romandie die naheliegende Wahl. Verwenden Sie die korrekten Begriffe (Facture, TVA, Échéance), behalten Sie die normale Schweizer MWST-Logik für Inlandskunden bei und hängen Sie den QR-Zahlteil in der französischen Version an. Bei Kunden in Frankreich prüfen Sie die MWST-Behandlung mit Ihrem Treuhänder.

Quellen und Stand

Stand dieser Einordnung: Juli 2026.

Häufige Fragen

Darf ich in der Schweiz eine Rechnung auf Französisch stellen? +

Ja. Die Sprache einer Rechnung ist in der Schweiz nicht vorgeschrieben. Französisch ist zudem Landessprache — für Kunden in der Romandie ist eine französische Rechnung sogar die übliche und kundenfreundliche Wahl. Entscheidend sind die vollständigen Pflichtangaben.

Wie heisst die MWST auf Französisch? +

Die Mehrwertsteuer heisst auf Französisch TVA (taxe sur la valeur ajoutée). Auf der Rechnung weisen Sie sie bei MWST-Pflicht mit Satz und Betrag aus, zum Beispiel TVA 8.1%. Die UID-Nummer erhält den Zusatz TVA: CHE-123.456.789 TVA.

Ändert sich die MWST, wenn mein Kunde in der Romandie sitzt? +

Nein. Innerhalb der Schweiz gilt unabhängig von der Sprachregion dieselbe MWST-Logik: Normalsatz 8.1%, reduzierter Satz 2.6%, Beherbergung 3.8%. Anders ist die Lage bei Kunden in Frankreich — dort greift bei Dienstleistungen oft das Empfängerortsprinzip und es fällt keine Schweizer MWST an. Klären Sie das mit Ihrem Treuhänder.

Brauche ich für eine französische Rechnung eine spezielle QR-Rechnung? +

Nein. Der QR-Zahlteil ist standardisiert in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch verfügbar. Für Schweizer Kunden hängen Sie den Zahlteil einfach in der französischen Version (Section paiement) an — unabhängig von der Rechnungssprache.

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